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02.09.2010
4. Internationaler Hochhaus-Preis 2010
Fünf Gebäude nominiert für weltweit bestes Hochhaus
Die Finalisten des Internationalen Hochhaus Preises 2010 stehen fest: Eine internationale Jury aus Architekten, Ingenieuren und Immobilienspezialisten hat in Frankfurt am Main fünf Hochhäuser für die Endrunde ausgewählt. Sie konkurrieren um die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung, die die Stadt Frankfurt am Main, das Deutsche Architekturmuseum und die DekaBank gemeinsam am 5. November 2010 in der Frankfurter Paulskirche verleihen.
Die Finalisten 2010 im Überblick:
Aqua Tower, Chicago von Studio Gang Architects (Bauherr: Magellan Development Group
Foto: Steve Hall © Hedrich Blessing
The Met, Bangkok von WOHA Architects/ Assoziierte Architekten: Tandem Architects (Bauherr: Pebble Bay Thailand). Foto: © Patrick Bingham-Hall
Burj Khalifa, Dubai von SOM Skidmore, Owings & Merrill (Bauherr: EMAAR Properties)
Foto: SOM | Nick Merrick © Hedrich Blessing
Mode Gakuen Cocoon Tower, Tokio von Tange Associates (Bauherr: Mode Gakuen)
Foto: © Horiuchi / Shin Shashin Kobo
Shanghai World Financial Center, Shanghai von Kohn Pedersen Fox Associates (Bauherr: Mori Building Company). Foto: © Shinkenchiku
Der international wichtigste Architekturpreis für Hochhäuser richtet sich an Architekten und Bauherren, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertig gestellt wurden. 2010 nominierte das Deutsche Architekturmuseum nach einer ausführlichen Recherche 27 Hochhausprojekte aus 16 Ländern für den Wettbewerb, die von der Jury nach sechs grundlegenden Kriterien beurteilt wurden:
• zukunftsweisende Gestaltung
• Ästhetik
• städtebauliche Einbindung
• Nachhaltigkeit
• innovative Technik
• Wirtschaftlichkeit.
„Ob als Büro-, Wohnhochhaus oder gar als vertikale Stadt innerhalb der Stadt – alle fünf Finalisten sind Beispiele für Hochhäuser mit Funktionsdurchmischung“, erklärt Spencer de Grey, Juryvorsitzender und Head of Design bei Foster + Partners, London. Sowohl in sozialer, urbaner als auch in ökologischer Hinsicht sei das „ein positiver Trend, der zugleich Chancen bietet, neue Formen zu erforschen.“
Finalisten im Fokus
Die Wohnhochhäuser „Aqua Tower“ in Chicago und „The Met“ in Bangkok thematisieren das Wohnen im Freien und Grünen und entwickeln dabei neue eigenständige Formen. Die Jury befand, dass die über 200 Meter hohen Gebäude mit Außenbalkons, Terrassen und gemeinschaftlichen Freiräumen einen verbesserten vertikalen Lebensstil begünstigen, der nachhaltig Energieressourcen einspart.
Neue Wege beschreitet auch der „Mode Gakuen Cocoon Tower“ in Tokio. Dank innovativer Grundrissplanung vereint er drei eigenständige Bildungseinrichtungen mit über 10.000 Studenten unter einer ausdrucksstarken kokonartigen Hülle. Das Gebäude entfaltet eine neue Typologie für Schulbauten und ist zugleich ein Motor für die weitere Entwicklung des Quartiers.
Der „Burj Khalifa“ in Dubai stellt in mehrfacher Hinsicht eine Höchstleistung im zeitgenössischen Hochhausbau dar: Das Objekt überzeugte die Jury nicht allein durch seine Rekordhöhe von 828 Metern, sondern insbesondere wegen der neuen und innovativen Bau- und Aufzugstechnologien, die zum Einsatz kommen, und so den Traum einer vertikalen Stadt wahr werden lassen.
Schließlich wählte das Expertengremium das „Shanghai World Financial Center“ ins Finale. Als neues Symbol der globalen Metropole besticht es durch seine elegante, einfache Gestalt, die zugleich eine große Vielfalt von Außenansichten birgt und durch eine innovative Tragstruktur umgesetzt ist.
Die internationale Preisjury wurde von Spencer de Grey (Head of Design Foster + Partners, London) geleitet. Weitere Mitglieder der Jury waren: Joachim Faust (HPP Hentrich-Petschnigg & Partner, Düsseldorf), Harald Kloft (osd office for structural design, Frankfurt am Main), Matthias Sauerbruch (Sauerbruch Hutton, Berlin) Peter Cachola Schmal (Direktor Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main), Thomas Schmengler (Geschäftsführer Deka Immobilien GmbH, Frankfurt am Main), Felix Semmelroth (Kulturdezernent Stadt Frankfurt am Main) und Ma Yansong (MAD, Beijing).
Weitere Informationen und Fotos zum Download unter:
www.international-highrise-award.com
Quelle: Deutsches Architekturmuseum