Beton auf der BAU 2015

Der Beton-Messestand
Gemeinsam mit 15 Partnerunternehmen standen auf dem 1.000 qm großen Messestand insbesondere die aktuellen Entwicklungen rund um die Themen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Gestaltung und Innovation im Blickpunkt. Ob der bewährte Planungsatlas für den Hochbau, Möglichkeiten der Betonkernaktivierung oder Sichtbeton mit berührungssensitiven und energieerzeugenden Oberflächen.

Eindrücke vom zweiten Messetag - IZB-Geschäftsführer Ulrich Nolting im Interview.




Berührungssensitiver Beton

Die neuartige Materialsynthese TouchCrete beruht auf der Entwicklung eines neuartigen elektrisch leitfähigen Betons und seiner Ausgestaltung als berührungssensitive Oberfläche. Der Beton erkennt  und lokalisiert Berührungen und intuitive Gesten wie Wischen oder Tippen. Eine Steuereinheit verarbeitet diese von den Nutzerinnen und Nutzern initiierten Signale weiter zu Steuerbefehlen anhängiger Geräte. 

Ein Video dazu gibt es bei Youtube



Energieerzeugender Beton

DysCrete ist ein innovativer Verfahrensansatz zur photoreaktiven Funktionalisierung von Oberflächen aus Beton. Er beruht auf den technischen Prinzipien der farbstoffsensitivierten Solarzelle (DYSC). Beton als Trägermaterial wird dabei mit Hilfe einer speziellen Beschichtung mit eingelagerten photoreaktiven Farbstoffmolekülen in die Lage versetzt, Solarstrom zu liefern. Die für DysCrete notwendige Veredelung des Betons lässt sich besonders gut in die Herstellung von Betonfertigteilen für den Hochbau, für neuartige Fassaden sowie Wand- und Bodensysteme integrieren. Das System erlaubt somit - nach Einschätzung der Forscher - die Errichtung von Gebäuden und Photovoltaik-Systemen in einem Arbeitsgang und im Rahmen eines Gewerks. Das System hat das technologische Potential einer „Low-Cost Energy Source“, ist regenerierbar, weitgehend rezyklierbar und umweltfreundlich. 

Betonkernaktivierung – Integriertes Klimakonzept

Ein wichtiges Thema auf der BAU im Kontext des nachhaltigen Bauens ist die Betonkernaktivierung. Energieeffizienz ist eines der zentralen Planungskriterien im Hochbau. Da Beton ein hervorragendes Wärmespeichervermögen besitzt, eignet er sich sehr gut als Speicher-, Puffer- und Transportmedium für Wärme. Aus diesem Grund setzen Planer und Architekten  bei Konzepten zur energieeffizienten Klimatisierung und Beheizung von Gebäuden vermehrt auf die Bauteil- bzw. Betonkernaktivierung. Systeme also, welche Decke und Wand zur Temperaturregulierung nutzen.

Die Wärme, die durch die Sonneneinstrahlung in eine Außenwand eingetragen wird, lässt sich speichern und später zum Heizen nutzen. Umgekehrt kann ein solches System auch zum Kühlen eingesetzt werden und die Kosten für den Betrieb einer energieintensiven Klimaanlage erheblich reduzieren. Bei der Betonkernaktivierung erfolgt der Transport der Wärme über Flüssigkeiten in Rohrsystemen, sogenannte Rohrregister, durch die diese Flüssigkeiten fließen. Sie können direkt in die Betonbauteile einbetoniert werden. Es entsteht ein inniger  „thermischer Kraftschluss“, der eine nahezu verlustfreie Energieübertragung mit maximalen Austauschraten ermöglicht. Das Prinzip lässt sich nicht nur in Wänden nutzen, sondern auch in Decken. Auf dem Messestand wird ein begehbares Hausmodell mit Heiz- und Kühlfunktion vorgestellt. 

Informationsbaustein zu TouchCrete
Informationsbaustein zu DysCrete
Informationsbaustein zur Betonkernaktivierung
Informationsbaustein zum Planungsatlas
Informationsbaustein zu Dränbeton
Informationsbaustein zu Holzleichtbeton

Planungsatlas für den Hochbau

Insgesamt stellt der Planungsatlas dem Anwender heute 950 Konstruktionsanschlüsse mit rund 12 Mio. energetischen Variationen für den Wohn- und Nichtwohnungsbau zur Verfügung. Die Konstruktions- und Wärmebrückendetails decken eine große Bandbreite der gängigen Konstruktionsarten des Massivbaus ab. Für die Planung von Neubauten und auch für Maßnahmen im Bestand reicht diese vom Stand vergangener Regelwerke über den aktuellen Status Quo bis hin zu passivhaustauglichen Konstruktionen. Für einen Wärmeschutznachweis oder eine Energieberatung werden die Werte für den längenbezogenen Wärmebrückenverlustkoeffizienten, teilweise für den punktbezogenen Wärmebrückenverlustkoeffizienten und minimalen Oberflächentemperaturen (Randbedingungen in Anlehnung an DIN 4108 Beiblatt 2) bereitgestellt. Zu jedem Konstruktionsdetail sind des Weiteren die Konstruktionszeichnungen als CAD- und PDF-Datei, die Ausschreibungstexte sowie Temperaturbilder enthalten.

Zum Planungsatlas Hochbau

Neue Berechnungsprogramme in Vorbereitung

Das Programm zur Ökobilanzierung von Gebäuden unterstützt den Anwender bereits in den frühen Planungsphasen bei der materialbezogenen Optimierung des Gebäudes. In den ersten Modulschritten des Programms werden Eckdaten zu dem Gebäude abgefragt, die die Ermittlung des gewünschten energetischen Standards, der haustechnischen Ausstattung und den überschlägigen Materialmengen ermöglicht. Der Anwender kann bei mehreren Unterthemen die Auswahl aus vorgeschlagenen Beispielen wählen oder, wenn bereits vorhanden, projektspezifische Daten eingeben. Auf der Grundlage dieser ersten Daten errechnet das Programm die potentiellen Umweltwirkungen, die das gesamte Gebäude in der Herstellungs-, Nutzungs- und Entsorgungsphase aufweist.

Mit einem weiteren Tool ist der Nutzer in der Lage, die Kriterien für die Zertifizierung von Gebäuden nach DGNB zu bearbeiten und die Bewertungspunkte zu berechnen. Die Randbedingungen der Zertifizierung werden erläutert und übersichtlich dargestellt. Bereits in einer frühen Planungsphase kann der Planer so erkennen, welche Qualitätsanforderungen zielführend sind und entsprechende Vorgaben machen. Abhängig vom angestrebten Zertifikat (Bronze, Silber oder Gold) erhält der Nutzer eine Zielvorgabe für die Bewertungspunkte der einzelnen Kriterien.
Inwieweit der Nutzer diese Zielvorgabe erfüllt, wird diesem durch die farbliche Gestaltung unmittelbar ersichtlich. Darüber hinaus erhält der Nutzer Informationen darüber, wie sich seine Angaben in den einzelnen Kriterien auf das Gesamtergebnis der Zertifizierung auswirken. 

Holzleichtbeton

Zement, Holzspäne und Wasser: Daraus entsteht ein Verbundwerkstoff, der Holzleichtbeton genannt wird. Im Vergleich zu klassischem Beton ist er deutlich leichter und zeigt ein besseres duktiles Verhalten. Holzbeton lässt sich in verschiedenen Festigkeiten herstellen, ist witterungsbeständig und einfach zu verarbeiten. Zudem ist er kostengünstig, weil zur Herstellung Reste aus der Holzproduktion verwendet werden können. Das Material bietet sich deshalb bei der Gebäudemodernisierung als Alternative zu herkömmlichen Produkten an.

Dränbeton

Das Modell auf dem Messestand ist ein echter Hingucker: In einem mannshohen, gläsernen Kasten liegt eine Dränbetonschicht. In einigem Abstand darüber befindet sich eine Art Dusche, über die die Fläche künstlich beregnet wird. Doch in diesem Fall staut sich kein Wasser auf der Betonfläche, so wie man es von herkömmlichen Betonflächen kennt. Vielmehr versickert der künstliche Regen rasch durch die Hohlräume, die typisch sind für den Dränbeton.

Den Hintergrund dazu gibt es in unserem Video:



Sichtbeton – Gestaltungsvielfalt für Innen und Außen

Sichtbeton ist längst im Gestaltungsalltag der Baukultur angekommen. Er ist mehr als nur Beton, der zu sehen ist. Sichtbeton verleiht Gebäuden und Innenräumen Struktur, Gestalt und Oberfläche. Genau dies können Besucher auf der BAU anhand zahlreicher Exponate und Musterwände hautnah erleben. Dabei geht es auch um die Frage: „Was macht Beton zu Sichtbeton?“
Sichtbeton ist keinesfalls auf einen Grauton festgelegt. Durch die Zugabe von Pigmenten lassen sich farbiger Beton und auch Grautöne mit vielfältigen Varianten realisieren. Nicht zuletzt ergeben sich auch durch die nachträgliche Bearbeitung der fertigen Betonoberfläche zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten.


Informationsbaustein zum Forum C2 "Zukunft des Bauens"

Forum C2 "Zukunft des Bauens"

Experten aus aller Welt, die sich mit aktuellen Fragen der Architektur und Stadtentwicklung beschäftigen, stehen auf der BAU 2015 Rede und Antwort – mitten im Messegeschehen, in den Foren der Hallen C2, A4 und B0.

Die deutsche Beton- und Zementindustrie unterstützt das Forum C2, „Zukunft des Bauens“. Es wird von der Messe in Zusammenarbeit mit den Fachzeitschriften Bauwelt und DBZ realisiert. Die Energiewende, der demografische Wandel, wachsende Anforderungen an die Mobilität: Experten aus aller Welt analysieren die Folgen für die Stadtentwicklung. Protagonisten aus Architektur und Tragwerksplanung, aus den Fachgebieten Design und Werkstoffkunde diskutieren, wie die Zukunft des Bauens aussehen könnte. An jedem Messetag steht ein anderes Thema im Mittelpunkt.

Pressearbeit

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

BetonMarketing
Deutschland GmbH

Holger Kotzan
Telefon: 0211 28048-306

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