WIN

Wirtschaftsverband Mineralische Nebenprodukte e. V

Mit einem neuen Namen ist der „Wirtschaftsverband Mineralische Nebenprodukte e. V.“ (kurz: WIN) in das Jahr 2016 gestartet. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat der bisherige Bundesverband Kraftwerksnebenprodukte (BVK) nach 40 Jahren diese Namensänderung und umfangreiche Satzungsänderungen beschlossen, um sich in Produktsortiment und Mitgliederstruktur breiter und europäisch auszurichten.

Bei den Vorstandswahlen wurde Burkhard Jakobuß, BauMineral GmbH, als Vorsitzender und Andreas Hugot, STEAG Power Minerals GmbH, als stellvertretender Vorsitzender für drei Jahre gewählt. Zum Geschäftsführer wurde Thomas Kaczmarek berufen. Im Hinblick auf bestehende und neue Mitglieder stellt sich WIN bei Produkten und Beratung breiter auf: das technische Marketing bezieht sich neben den Kuppelprodukten aus Steinkohlekraftwerken auch auf die aus anderen thermischen Prozessen, wie z.B. Hüttenschlacken. Der Schritt vom Bundesverband zu einem europäisch orientierten Wirtschaftsverband lag nahe, da bereits zwei Unternehmen aus den Niederlanden Mitglieder sind. Der Verband wird sich auch für andere europäische Unternehmen öffnen und aktiver in den europäischen Gremien mitarbeiten, wie z.B. der ECOBA.

Hauptaufgabe des Verbandes bleibt die Sicherstellung dieser mineralischen Nebenprodukte als Sekundärrohstoffe im Wirtschaftskreislauf. Zudem fördert WIN die Erschließung neuer Verwendbarkeit in Produktion (Zement oder Beton) und Anwendung (Bauwirtschaft). Der Wirtschaftsverband wirkt auf bundesweiter und europäischer Ebene bei branchenrelevanten Richtlinien und Verordnungen mit und berät Behörden oder Unternehmen.

Insbesondere die nachhaltigen Aspekte bei der CO2-Reduzierung im Zement- und Betonbereich und die ausgezeichneten Eigenschaften bei der Herstellung von Beton oder im Bauwerk sollen wieder stärker in den Fokus gestellt werden. Dazu zählen die Herausgabe von Fachinformationen, die politische Lobbyarbeit und Mitarbeit in den Normungsausschüssen oder die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Hochschulen.

Mineralische Nebenprodukte aus thermischen Prozessen

Bei der Energieerzeugung in Kraftwerken entstehen durch die Verbrennung von Steinkohle zahlreiche Nebenprodukte, die in der Bauindustrie genutzt werden. Diese Produkte wie Flugasche, Kesselsand oder REA-Gips stellen für die Industrie wertvolle Baustoffe dar. Sie finden Einsatz in Betonindustrie, Erd- und Straßenbau oder dem Garten- und Landschaftsbau. Sie leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen und entlasten die Umwelt.

Flugasche oder Kesselsand als Nebenprodukt aus der Steinkohleverstromung ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil in der Herstellung von qualitativ hochwertigen Baustoffen. Der Sekundärrohstoff kann die C02-Bilanz verbessern und gewünschte Eigenschaften des Betons optimieren.

Aktuelle Daten

2014 wurden insgesamt 3,85 Mio. Tonnen Flugasche vermarktet, davon alleine über 3 Mio. Tonnen für die Betonherstellung. Die restliche Menge verteilt sich auf die Herstellung von Trockenbaustoffen, den Straßen- und Wegebau und auf Mauersteine oder keramische Erzeugnisse.

Obwohl der Einsatz von Steinkohle zur Stromerzeugung bereits seit 2004 rückläufig ist, blieb die Verfügbarkeit von Flugasche in diesem Zeitraum nahezu konstant. Das Aufkommen an Sekundärrohstoffen wie Flugasche ist nicht unmittelbar steuerbar, da es direkt an die Entstehungsprozesse der Stromproduktion gekoppelt ist.

Umso wichtiger ist für die Abnehmer eine langfristige Prognose. In einer aktuellen Studie des Bundesverbandes Baustoffe - Steine und Erden e.V. wird auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Nachfrage nach mineralischen Primär- und Sekundärrohstoffen bis 2035 in Deutschland berechnet. Im Ergebnis wird sich auch das Aufkommen an Steinkohleflugasche in den kommenden Jahrzehnten reduzieren: Während das Angebot aus deutscher Stromproduktion 2013 noch bei 3,2 Mio. t lag, wird es sich bis 2030 auf 2,9 Mio. t nur schrittweise verringern. So unterstrich auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks jüngst, dass die Kohleverstromung auch weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit liefere.

Kontakt:

Wirtschaftsverband
Mineralische Nebenprodukte e.V.
Tannenstraße 2
40476 Düsseldorf

Telefon +49.211.4578-641

www.win-ev.org
serviceno spam@win-ev.org

 

 

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