Presse-Service Archiv für Fachmedien
20.04.2011
Beton-Seminare 2011
Beton-Seminare 2011 - BetonMarketing Ost begrüßte über 1500 Teilnehmer
(Berlin, 19.04.2011) - Die 20. Ausgabe der Beton-Seminare war mit über 1500 Teilnehmern ein voller Erfolg für die BetonMarketing Ost. Auch im Jubiläumsjahr waren die Seminare bei Architekten, Ingenieuren, Mitarbeitern aus Baubehörden und ausführenden Unternehmen sehr beliebt. Neben Apolda, Leipzig, Dresden, Zwickau, Neubrandenburg, Magdeburg und Potsdam konnte Berlin erstmals mit zwei Standorten, TU Berlin und HTW Berlin – Campus Wilhelminenhof, begeistern.
Veranstalter waren die BetonMarketing Ost und die jeweiligen Hochschulen an den Veranstaltungsorten sowie die Materialforschungs- und -prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar (MFPA) in Apolda.
Die Bautechnik-Berater der BetonMarketing Ost, Dr.-Ing. Thomas Richter und Dipl.-Ing. Wolfgang Schäfer, boten wieder ein vielfältiges und interessantes Programm. Dipl.-Ing. Wolfgang Schäfer stellte in seinem Vortrag über die „Weiterentwicklung des Regelwerks im Betonbau“ fest, dass der für die Bemessung und Konstruktion von Stahlbetonbauteilen bereits anwendungsbereite Eurocode 2 (DIN EN 1992) spätestens am 1.7.2012 die bis dahin verwendbare DIN 1045-1 ablöst, was nur in wenigen Bereichen mit der Nachweisführung verbunden ist: "Die derzeitigen Regeln sind bereits weitgehend auf den EC2 abgestellt. Die Baustellen brauchen daher keine anderen Baustoffbezeichnungen zu lernen. Aber Vorsicht bei zulassungspflichtigen Einbauteilen: Diese müssen bereits auf Grundlage der für die Bemessung angewandten Norm zugelassen sein." Zur letzten Berichtigung der Alkali-Richtlinie hob Herr Schäfer hervor, dass die Feuchtigkeitsklasse WS gestrichen wurde, weil sie nur für dynamisch hochbelastete Fahrbahndecken nach RStO gedacht ist, deren Beton nach TL Beton-Stb hergestellt wird. "Die neue DAfStb-Richtlinie `Qualität der Bewehrung – Ergänzende Festlegungen zur Weiterverarbeitung von Betonstahl und zum Einbau der Bewehrung´ - empfehle ich in künftige Bauverträge einzubinden, damit die Qualitätskette vom Planer über den Betonstahlhersteller, den Biegebetrieb, den Verlegebetrieb bis hin zum Rohbauunternehmen geschlossen wird", sagte Herr Schäfer und verwies dabei auf die darin angeführten praxisgerechten Maßtoleranzen der Bewehrungsausführung.
Durch die Zugabe von Stahlfasern können die Festbetoneigenschaften des Betons deutlich verbessert werden. Wichtigstes Kriterium für die Leistungsfähigkeit von Stahlfaserbeton ist die Nachrissbiegezugfestigkeit. Dr.-Ing. Thomas Richter fasste dies in seinem Vortrag zu den Möglichkeiten und Randbedingungen des Einsatzes von Stahlfaserbeton zusammen: "Stahlfaserbeton erschließt der Betonbauweise neue wirtschaftliche Anwendungen, z.B. bei Bodenplatten, Fundamentplatten und Wänden im Wohnungsbau, als Alternative zur zusätzlichen Stabstahlbewehrung in Spannbetonbauteilen oder in Verbindung mit Stahlbeton bei der Erstellung wasserundurchlässiger Bauwerke mit hohen Anforderungen an die Rissbreitenbegrenzung".
Die ZTV-Ingenieurbau wurden 2010 überarbeitet. Im Mittelpunkt der Ausführungen von Dr.-Ing. Thomas Richter standen die Anforderungen an die Dauerhaftigkeit von Ingenieurbauwerken und die Sicherung eines hohen Frost-Tausalz-Widerstands bei Kappenbetonen. Anhand der Ergebnisse von Brückenbegehungen folgerte er: "Besondere Bedeutung bei der Herstellung von Brückenkappen besitzt die Verarbeitung und Nachbehandlung des Betons. Verhindert werden muss die Anreicherung einer wasserreichen Schlämme an der Oberfläche, die Nachbehandlung muss möglichst schnell beginnen".
Im letzten Beitrag verdeutlichte Dr.-Ing. Thomas Richter mittels Beratungs- und Schadensfällen aus der Baupraxis, wo Problemstellen bei der Planung und Ausführung von wasserundurchlässigen Bauten aus Beton auftreten und wie sie zu vermeiden sind. "Besonders wichtig ist, dass das Bausoll technisch nachvollziehbar und eindeutig beschrieben ist, um juristischen Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen", unterstrich er zusammenfassend.

Die kompakte Wissensvermittlung kam sehr gut an. Über die Vielfältigkeit und Aktualität der Themen sowie über die gute Anwendbarkeit der Vortragsinhalte in der Berufspraxis gab es eine überaus positive Resonanz. „Keine Ausschweifungen“ und „perfekte Präsentationen“ lautete die Reaktion vieler Teilnehmer. Die Möglichkeit, persönliche Gespräche mit den Referenten zu führen, neue Kontakte zu knüpfen bzw. alte aufzufrischen wird bei diesen Veranstaltungen von vielen Teilnehmern genutzt. Auch die Organisation und der Info-Stand mit themenbezogenen Literaturangeboten fanden überaus guten Zuspruch. Die Teilnehmer lobten die ausführlichen Teilnehmermappen und die zusätzlich beigefügte CD mit allen Vorträgen.
Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Arch. Sonja Henze
Referentin für Marketing und PR
BetonMarketing Ost GmbH
Teltower Damm 155
14167 Berlin
Fon: 030/ 30 87 77 830
Fax: 030/ 30 87 77 831
henze[dont like]@[spam]bmo-berlin.de
Bild: Beton-Seminar 2011 in Zwickau mit ca. 130 Teilnehmern Foto: BetonMarketing Ost GmbH
Folgende Downloads sind zu diesem Beitrag vorhanden:
Folgende Bilder sind zu diesem Beitrag vorhanden: