Zementgebundener Boden im Theater Heidelberg

Bühne frei für Beton

Besucher flanieren im Theater Heidelberg über einen hellen Betonboden. Der dauerhaft haltbare, pflegeleichte und elegante Fußboden setzt sich in Kultureinrichtungen, öffentlichen Institutionen und auch im Privatbereich gegenüber herkömmlichen Bodenbelägen immer mehr durch.

Betonböden sind für offentliche Kultureinrichtungen eine elegante und dauerhafte Lösung. Foto: Christian Buck/BetonBild

Mitten im Herzen der Altstadt ist nach dreijähriger Bauzeit das Theater Heidelberg in die neue Saison gestartet. Der klassizistische Bau wurde komplett saniert und durch einen modernen Sichtbetonbau ergänzt. Da der Altbaubestand bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Baumaterialien aufweist, entschieden sich die Architekten für einen massiven, beigen Terraplan-Betonboden, der sich ästhetisch zu den hellen Sichtbetonflächen in Kombination mit geöltem Eichenholz fügt. Im Theater Heidelberg führte das Unternehmen R. Bayer Betonsteinwerk aus Blaubeuren auf 2400 Quadratmetern einen hellbeigen Betonboden aus, der gebrochene Partikel des Kalkgesteins Ulmer Weiß mit einem maximalen Durchmesser von fünf Millimetern Durchmesser zeigt und acht Zentimeter dick ausgeführt wurde. Unter rund Zweidritteln der Fläche verläuft eine Fußbodenheizung. Die Vermeidung von Trittschall war ein speziell zu beachtendes Thema, eine Trittschalldämmung wurde mit vier Zentimeter starken mineralischen Platten überlappend unter dem massiven Boden verlegt.

Nach der Fertigung verschiedener Musterplatten und gemäß der gewählten Rezeptur mischte die Niederlassung Rhein-Main-Taunus der Dyckerhoff Beton in ihrem Transportbetonwerk Leimen Weißzement CEM I 42,5 R-dw mit entsprechenden Fließmitteln und Fasern aus Kunststoff und Wasser vor. Anschließend wurde dann die genau definierte Menge der Gesteinskörnungen direkt aus Bigbags in den Fahrmischer geschüttet und auf dem Weg zur Baustelle mit dem Zementleim vermischt. Dort wurde der Beton mittels Pumpen über Entfernungen bis zu 50 Metern eingebracht, ausgehärtet und geschliffen.

Im Theater Heidelberg konnten bis zu 100 Quadratmeter große Flächen fugenlos betoniert werden. Eine schmale Sauberkeitsfuge zur Wand wurde abschließend mit einem flexiblen Material geschlossen. An den Wänden und an vorher mit dem Architekten abgestimmten Übergängen wurden die Flächen mit Aluminiumwinkel abgegrenzt. Sie unterteilen als schmale silberne Fugen die großen Flächen kaum merklich. Für ein einheitliches Gesamtbild bot es sich an, die Treppen genauso wie die Verkehrsflächen auszubilden. So wurden mit der gleichen Betonrezeptur 260 dreieckigen Keilstufen hergestellt, diese jedoch werkseitig vorgefertigt, um dann vor Ort auf die schräge Betonplatte zwischen den Geschossen mit Winkeln montiert zu werden. Nach der Baureinigung wurde der Betonboden im Heidelberger Theater imprägniert, dauerhaft gereinigt und gepflegt wird der Boden nur mit klarem Wasser. Während in den neuen Theatersälen Shakespeare und Co. ihre Vorstellung haben, schlendern draußen Besucher über den beigen Betonboden und haben dort ihren bühnenreifen Auftritt.

Folgende Downloads sind zu diesem Beitrag vorhanden:


PM_Theater_Heidelberg_01.doc
PM_Theater_Heidelberg_01.pdf

Ansprechpartner

Beton-Newsletter ausgezeichnet

Newsletter & Newsfeeds

Mit unserem RSS Newsfeed bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

www.beton.org/rss

Logo - Beton.org

Diese Internetseiten sind ein Service
der deutschen Zement- und Betonindustrie

  • E-Mail
  • Facebook
  • RSS
  • Twitter
  • YouTube