Stitching Concrete Series - Handgenähte Hocker aus Beton

Erst die Entwicklung neuer Produkte kann die notwendigen Voraussetzungen für die Schaffung nie dagewesener Objekte in Gang setzen. Dieses Phänomen trifft auf den jungen Designer und Absolventen des Fachbereiches Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München Florian Schmid zu.  Die Teilnahme am Studentenwettbewerb „Concrete Design Competition“ im Zusammenhang mit seiner Abschlussarbeit führte ihn zu einer Neuentwicklung von  Stoffbahnen aus Beton des englischen Herstellers „Concrete Canvas“.

Mit ihrer Entwicklung von Concrete Cloth CC, ein flexibles mit Zement imprägniertes Gewebe, das durch Hinzufügen von Wasser zu einer robusten wasserdichten und feuerfesten Betonoberfläche wird, revolutionieren die Hersteller die Möglichkeiten und Einsatzbereiche des stoffartigen Betons.

Concrete Cloth CC besteht aus einer dreidimensionalen Fiberglasmatte, die auf einer Seite mit einer speziellen Betonmischung versehen ist. Die andere Seite ist durch eine PVC-Folie stabilisiert, was die die gitterartige Struktur riss- und wasserfest macht und die Herstellung als Rollenware ermöglicht. Die Materialstärken sind in 5, 8 und 13 mm erhältlich.

CC ist einfach zu verwenden. Die Betonfiberglasbahnen lassen sich mit einfachen Werkzeugen schneiden, nageln oder verschrauben und müssen mit Wasser befeuchtet oder komplett in Feuchtigkeit getaucht werden, um das Material formbar und anschließend tragfähig zu machen. Mindestens zwei Stunden bleibt der Beton bearbeitbar, bevor er in den darauffolgenden  24 Stunden bis zu 80 % erhärtet. Eine Überwässerung ist aufgrund der speziell entwickelten Betonmischung ausgeschlossen.

CC ist feuerresistent und aufgrund des geringen Carbon-Gehaltes umweltfreundlich. Sowohl im Straßenbau wie beim Bau von Pipelines, beim Zeltbau für Militärzwecke (Concrete Canvas Shelters) und im Garten- und Landschaftsbau ist die Verwendung durch die hohe Flexibilität von Concrete Cloth sehr effizient. CC wurde gemäß BS EN 13501-1:2007 und A1:2009 als Euroclass B-s1, d0 klassifiziert.

Mit Hilfe einer Schablone wird für jeden Hocker ein Schnittmuster erstellt und ausgeschnitten. Nachdem die Ecken umgenäht sind, werden die Schnittmuster an den Seiten und an den Sitzflächen mit einem Seil zusammengenäht. Stützhilfe für die Form ist ein Holzgerüst, auf dem der Stoff auf rundhölzern hängt. So fällt er nicht in sich zusammen. Am Ende wird das Material ausgiebig bewässert , 2-3 mal in der Stunde. Schließlich härtet es nach 24 Stunden entsprechend der Angaben des Herstellers aus und wird ein letztes Mal gereinigt. Die Serie besteht aus einem Stuhl, einer Sitzbank und 3 unterschiedlichen Hockern mit farblich unterschiedlichen Nähten.

Florian Schmid etablierte sofort nach seinem Studium sein eigenes Studio und präsentiert seine Produktserien auf den wichtigsten Messen und Design Festivals weltweit. Zahlreiche Nominierungen für renommierte Nachwuchspreise setzen die Erfolgsserie auch 2013 fort.

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