Neue Anwendungen aus Lichtbeton

Lichtbeton als lichtdurchlässiger Bodenbelag eröffnet völlig neue, ästhetische Raumkonzepte

Lichtbeton begeistert weltweit Architekten, Designer und Bauherren. Der transluzente Beton transportiert mittels tausend feiner, eingebetteter lichtleitender Fasern das Licht einer natürlichen oder künstlichen Lichtquelle durch beliebige Bauteildicken. Die Lichtbetonelemente an Fassaden, Möbeln, Wänden oder Böden beginnen so, faszinierend von innen heraus zu leuchten und zu strahlen.

Lichtbetonplatten der Serie LUCEM LINE kommen in dem Eingangsbereich des Londoner Bürogebäudes auf dem Boden und an der Wand zum Einsatz. Technisch funktionieren die Bodenplatten genauso wie die von der LUCEM GmbH seit langem erfolgreich eingesetzten Wandverkleidungen für Innenwände und Fassaden: Eine eigens entwickelte flache Lichttechnik auf LED-Basis bringt die Lichtbetonplatten zum Strahlen. Die Dicke eines LED-Paneels beträgt je nach Anforderung 8-15 mm. Durch die Verwendung hochwertiger und energiesparender LED-Technik ist der Stromverbrauch verschwindend gering. Neben weißen LED können auch dreifarbige RGB-Chips verwendet werden, mit denen sich über eine Software online verschiedene Lichtszenarien einstellen lassen – von statischen Farben bis hin zu bewegten Farbspielen.

Lichtbeton als lichtdurchlässiger Bodenbelag eröffnet völlig neue, ästhetische Raumkonzepte. Das Besondere des Werkstoffs ist die Ästhetik der lichtdurchlässigen Erscheinung in Verbindung mit dem massiven und beständigen Material, das hohen Belastungen standhält. Bei ausgeschalteter Hinterleuchtung hat die Lichtbetonoberfläche eine ruhige, natursteinähnliche Optik; bei eingeschalteter Hinterleuchtung erstrahlt sie in spannender, überraschender Materialität. Durch den Ausstrahlwinkel der Fasern erscheinen dem Betrachter die Lichtbetonplatten direkt unter ihm besonders hell; je weiter die Lichtbetonplatten vom Betrachter entfernten sind, umso schwächer wird ihre Beleuchtung wahrgenommen. Dieser Effekt erzeugt z.B. in Diskotheken oder Foyers überraschende Lichtimpressionen – vergleichbar mit einem Spotlight, das permanent mit dem Betrachter zu wandern scheint.

Aktuell präsentiert das 4 Sterne Superior Hotel Radisson Blu Hamburg einen Lichtbeton-Bartresen mit LED-Technik und zeigt damit, wie spannende Erlebnisgastronomie heute definiert wird. „The Room“ ist eine Mischung aus Bar und Club und befindet sich im Souterrain des Radisson Blu Hotels am Dammtorbahnhof. Die Modernisierung und Umstrukturierung der Räumlichkeiten wurden von Star-Designer Frank. B. Theuerkauf professionell unterstützt und begleitet. Ziel: Die Entwicklung eines zeitgemäßen Publikumsmagneten. Bei der Neugestaltung lag der Focus daher auf einer stylisch-atmosphärischen Raumgestaltung, die neue Dimensionen präsentiert. Dabei setzte der Designer Theuerkauf atemberaubende Highlights mit einem neun Meter langen, leuchtenden Tresen und leuchtenden Wänden aus LUCEM Lichtbeton, womit faszinierende Lichteffekte und Lichtshows erzielt werden können.

In der Vergangenheit wurde Lichtbeton hauptsächlich in manuellen Verfahren produziert und zu Manufakturprodukten verarbeitet, die entsprechend hochpreisig und nicht mengentauglich sind. Der deutschen LUCEM GmbH ist es gelungen, eine patentierte Fertigungstechnik in Serienfertigung zu entwickeln. Diese ermöglicht dem Unternehmen seit Anfang 2011, exklusive Lichtbetonelemente in größeren Mengen und auf einem dem Natursteinmarkt vergleichbarem Preisniveau herzustellen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Produktes konnte somit gesteigert werden.

Bei der medialen Außenfassade des Institutes für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen kam Lichtbeton bereits Ende 2012 auf einer Fläche von 120 m² mit den Gebäudeabmessungen von 4 Metern Höhe und 30 Metern Breite zum Einsatz. Diese weltweit erste mediale Lichtbetonfassade wurde dem Fachpublikum als Weiterentwicklung vieler bereits verwirklichten Projekte, die der Lichtbeton-Hersteller LUCEM GmbH mit namhaften Architekturbüros geplant und realisiert hat, vorgestellt. In enger Abstimmung mit den Aachnener Generalplanern Carpus + Partner konnten die Entwickler Dr. Andreas Roye und Marijan Barlé, Gründer und Gesellschafter der Firma LUCEM ihr neuartiges, patentiertes Fertigungsverfahren bei dem neuen Institutsbau zum Einsatz bringen.

Die einzelnen Elemente sind 0,5 Meter lang und 1,50 Meter breit. Tagsüber wirkt die Außenfassade wie ein unspektakulärer Funktionsbau mit geschlossenen Feldern aus Betonsteinen und Glas- und Aluminium. Mit zunehmender Dunkelheit entpuppt sich die Fassade jedoch als interaktive Lichtbetonfassade mit einzigartigen und spannenden Effekten und Möglichkeiten.

In jeder Platte sind über 16 Millionen Farben individuell beleuchtbar, die unabhängig von allen anderen Lichtbetonplatten geschaltet werden können. Die Technik dafür liefern flache Lichtpaneele auf LED-Basis mit insgesamt 20.000 installierten, hocheffizienten LED´s. Die LED-Paneele mit den dreifarbigen RGB-Chips (Rot, Grün, Blau) werden über eine DMX-Steuerung über das Internet programmiert. Dabei stellt jede Grundfarbe der LED-Platten einen Kanal dar, der dann von 0-12 V in 255 Zwischenschritten angesteuert werden kann. Insgesamt werden bei der Fassade 408 Kanäle programmiert. Mit Hilfe einer App für das iPhone kann die Fassade schließlich von jedem Ort aus angesteuert und individuelle Lichtszenarien geschaltet werden. Statische Farben, bewegte Farbspiele bis hin zu interaktiven Darstellungen wie z.B. TETRIS, Schriftzüge oder Videos sind ohne Weiteres möglich. Im Gegensatz zu den bekannten herkömmlichen Media-Fassaden sind die Lichtquellen nicht sichtbar, sondern als Einheit im hinterlüfteten Zwischenraum der Betonwerksteinfassade leicht zugänglich installiert.

Unterschiedliche Anforderungen

Im Unterschied zu Wandverkleidungen muss bei Bodenanwendungen teilweise erhebliche Last eingeleitet und ausgehalten werden. Daher werden die Bodenplatten in 30 bis 40 mm Dicke verarbeitet und das Format ist auf maximal 60 x 60 cm beschränkt. Die Unterkonstruktion ist so gestaltet, dass die Lichtbeton-Bodenplatten am Rand aufliegen oder bei Verwendung von Flachlichttechnik vollflächig aufliegen.
Die Lichtbeton-Wandplatten können mit einer Stärke von lediglich 15 mm und im Format von 120 x 60 cm montiert werden. Ab Januar 2014 bietet die LUCEM GmbH zusätzlich Lichtbetonplatten für Wand- und Fassadenlösungen mit einem Maximalformat von 150 x 60 cm in Stärken von 20 mm und 30 mm an.

Die Macher von LUCEM bleiben weiter auf Erfolgskurs mit ehrgeizigen Projekten wie zum Beispiel einem Gebetsraum in Quatar, der 2013 gemeinsam mit dem renommierten niederländischen Architekten Rem Kohlhaas realisiert wurde. Faszinierend für Entwickler und Architekten bleibt die magische Außenwirkung von Lichtbeton, die scheinbare Aufhebung von Massivität und Leichtigkeit.


www.lucem.de

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