Bau-Skulptur aus Leichtbeton

Wohn- und Geschäftshaus, Berlin-Mitte

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Architekt

Bundschuh Architekten, Berlin

Bauherr

Immobiliengesellschaft Albion mbH, Berlin

Projektbeteiligte

Philipp Baumhauer, Christiane Schmitz, Fabian Schwade, Sven Pommerenke, Carolus Tränkner - mit Cosima von Bonin, Berlin (Projektleitung, Architektur); Liapor GmbH und FBL Fläming Bausstoff-Labor-GmbH, Treuenbrietzen (Betontechnologie); BSS Beton-System-Schalungsbau GmbH, Berlin (Schalung); Müller BBM GmbH, Berlin (Bauphysik); Ifb Frohloff Staffa Kühl Ecker, Berlin (Tragwerksplanung)

Jahr

2010

Ort

Berlin, Linienstraße 40, Ecke Rosa-Luxemburg-Platz

Konstruktionsmerkmale

Massivbau mit zweischaliger Außenwandkonstruktion

Besonderheiten

schwarzer Leichtbeton in fugenloser Sichtbeton-Optik

Beschreibung

Mit dem neuen Wohn- und Geschäftshaus am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz konzipierte Architekt Roger Bundschuh zusammen mit der Künstlerin Cosima von Bonin einen skulpturalen, wie aus einem Block geschnittenen Bau. Für die besondere Ausstrahlung des Objekts sorgt auch die Fassade in schwarzer Sichtbeton-Optik aus Leichtbeton, dessen besondere bauphysikalischen Eigenschaften auch erst die Umsetzung der komplexen Gebäudegeometrie ermöglichten.

Wie aus einem schweren Block herausgeschnitten wirkt das sechsgeschossige Wohn- und Geschäftshaus, das seit kurzem am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin steht. Mit seinen
übereinander gestapelten und ineinander geschachtelten Volumina besitzt das monolithische Objekt in schwarzer Sichtbeton-Optik eine kubistische Anmutung, gleichzeitig
strahlt es durch seine weit auskragenden Bauteile auch eine gewisse Leichtigkeit aus. Das insgesamt rund 2.060 Quadratmeter große Gebäude wurde von Architekt Roger
Bundschuh zusammen mit der Künstlerin Cosima von Bonin entworfen, Auftraggeberin war die Immobiliengesellschaft Albion mbH in Berlin. Das Haus bietet Platz für zahlreiche
Läden- und Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss sowie für neun Wohnungen, die sich mit ihrem besonderen Schnitt speziell an Kunstsammler richten. Die helle, weiß gehaltene Inneneinrichtung steht dabei in scharfem Kontrast zur dunklen Gebäudefassade, die von einer strengen und konsequenten Schlichtheit geprägt ist. „Der schwarze
monolithische Sichtbetonbau bezieht seine Kraft aus dem Zusammenspiel der rauen, großflächig geschlossenen Oberflächen und den hohen, lichtdurchströmten Innenräumen“,
erklärt Roger Bundschuh.

Beton

Eines der Highlights des neuen Gebäudes ist seine schwarze Fassade in fugenloser Sichtbeton-Optik. Gleichzeitig galt es aufgrund der anspruchsvollen Architektur mit Auskragungen von über zwölf Metern, einen besonders leichten und tragfähigen Beton zu finden, der zudem die Anforderungen an eine möglichst dunkle und gleichmäßige Oberfläche ohne Kalkausblühungen, Lunkerbildungen oder glänzende Stellen optimal erfüllt. Aus bauphysikalischen und statischen Gründen wurde eine zweischalige Außenwandkonstruktion mit Kerndämmung gewählt, wobei aus Gewichtsgründen die äußere Schale nur durch einen Leichtbeton realisiert werden konnte.

Die Einfärbung wurde dabei durch die Beimengung einer lichtechten, pigmenthaltigen Flüssigfarbe erreicht, die nach der Fertigstellung der Mischung mittels einer Dosieranlage in die Mischfahrzeuge am Betonwerk zugegeben wurde.
Insgesamt wurden beim Bau des Objekts an der Linienstraße rund 400 Kubikmeter schwarz eingefärbter Leichtbeton verbaut. Er bildet die rund 20 Zentimeter starke Außenhaut des Gebäudes, darunter befinden sich eine acht Zentimeter starke Wärmedämmung aus Styrodur und die ca. 24 Zentimeter starke Innenwand aus Normalbeton. Um eine den Vorgaben entsprechende Sichtbeton-Oberfläche zu erhalten, kamen saugende, werksseitig vorgeölte Schalhäute zum Einsatz. Die einzeln zugeschnittenen Holzwerkstoffplatten gewährleisteten auf einer Gesamtfläche von rund 2.500 Quadratmetern die Bildung einer porenarmen, gleichmäßig matten Oberfläche. Nach dem Ausschalen wurden die Betonoberflächen noch hydrophobiert.
Das Resultat ist eine gleichmäßig dunkle Sichtbeton-Oberfläche, die trotz des schlichten Materials für Dynamik und Leichtigkeit sorgt und gleichzeitig den skulpturalen Charakter des Gebäudes wirkungsvoll hervorhebt.

Bildnachweis: Liapor GmbH / mp publishing GmbH; Bundschuh Architekten

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