Qualitätsvoller Gewerbebau mit skulpturalem Charakter

Verwaltungsgebäude in Umkirch/Freiburg

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Energieeffizienz EnEV Nachhaltigkeit und Ressourcen Ökobilanz Sichtbeton

Architekt

a plus architekten, Kirchzarten

Bauherr

KRAMER GmbH, Umkirch/Freiburg

Projektbeteiligte

Moser Bauunternehmen GmbH & Co KG, Merzhausen (Stahlbetonbau); Oikos Ingenieurbau TGA, Ebringen, Planungsgruppe Burgert, Schallstadt (TGA); Müller & Klein GmbH Tragwerksplaner, Freiburg, Ingenieurgruppe Bauen, Freiburg (Statik); Furber Urs Büro für Innenarchitektur, Freiburg (Innenarchitektur)

Jahr

2009

Ort

Umkirch/Freiburg, In den Stöckmatten 2-10

Konstruktionsmerkmale

Stahlbetonmassivkonstruktion mit tragenden Außen- und Innenwänden

Besonderheiten

Null-Emissions-Gebäude, Sichtbeton

Beschreibung

Qualitätsvolle Architektur hat besonders im öffentlichen Bau und im Wohnungsbau eine große Akzeptanz. Zunehmend erfährt sie aber auch im Gewerbebau einen Aufschwung, wie das Beispiel der Kramer GmbH im südbadischen Umkirch nahe Freiburg im Breisgau zeigt. Für das Unternehmen, welches am Standort Umkirch etwa 70 Mitarbeiter beschäftigt, ist das Gebäude nicht nur Teil des Marketings („Gute Architektur ist kostenloses Marketing!“), sondern auch Teil der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern.

Die Kramer GmbH erstellt mit ihren drei Geschäftsbereichen Dämmtechnik, Kühlraum- und Ladenbau europaweit für Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe betriebsbereite Gebäude und Einrichtungen als Neu- oder Umbauten. Dabei spielt die Gestaltung eine wesentliche Rolle.

Da die veralteten Betriebsstätten in Freiburg keinen Expansionsspielraum zuließen, entschied man sich für einen Neubau „auf der grünen Wiese“. Dessen Form und Lage wurde gemeinsam mit den Bauherren entwickelt. Das zweigeschossige Verwaltungsgebäude umfasst die repräsentativen Ausstellungsräume im Erdgeschoss sowie den Besprechungsraum im Obergeschoss in der prägnanten Auskragung mit schräger, komplett verglaster Fassade. Dieser ist nach Süden mit Ausblick auf den Schwarzwald ausgerichtet.

Der hohe Anspruch der Firma Kramer an die eigene Arbeit spiegelt sich im hohen Anspruch an der Wertigkeit des eigenen Gebäudes wider. Das Energiekonzept stand unter der Zielvorgabe, eine ausgeglichene Emissionsbilanz und gleichzeitig einen geringstmöglichen Primärenergiebedarf sicher zu stellen. Es repräsentiert als „Null-Emissions-Gebäude“ das innovative Unternehmen. Das Objekt unterschreitet die Vorgaben der EnEV 2007 um rund 30 %. Dafür sorgen der hochwertige Wärmeschutz und die energiesparende Lüftungsanlage, die durch eine Grundwasser-Wärmepumpe gespeist wird. Die darin eingebaute Wärmerückgewinnung führt in Verbindung mit dem Erdreichwärmetauscher zu einer Energieeinsparung von fast 90%. Das Gebäude kann dennoch jederzeit zusätzlich über Fenster belüftet werden. Die mechanische Lüftungsanlage wird dazu auf ein Minimum reduziert. Durch die Nachtlüftung und ein adiabat arbeitendes System kann das Gebäude gekühlt werden.

Beton

Die grosszügige Verglasung sorgt für ein hohes Maß an Tageslichtnutzung, wodurch der elektrische Energiebedarf minimiert und das Wohlbefinden der Mitarbeiter erhöht werden. Dies gilt auch in den Besprechungsräumen und im Foyer. Obwohl sie nach Süden hin ausgerichtet sind, heizen sie sich auch im Hochsommer nicht auf, weil sie von der Auskragung des Obergeschosses verschattet werden.

Der verbleibende Primärenergiebedarf wird durch regenerative Energiesysteme gestillt. Die große Photovoltaikanlage auf dem Dach des Produktionsgebäudes hat eine Leistung von 85 KWp und deckt damit weit mehr als die maximale Leistung der Wärmepumpe.
Das Flachdach des Verwaltungsgebäudes ist extensiv begrünt und sorgt somit für einen thermischen Ausgleich. Das Regenwasser, das in einer Zisterne aufgefangen wird, wird als Grauwasser und zur Bewässerung der Außenanlagen genutzt.

Im Gegensatz zu den strengen und geschliffenen Formen des Verwaltungsgebäudes bilden der geschwungene Wasserlauf und die Freiflächen bewusst einen organischen Kontrapunkt. Außenflächenmöblierung wurde nur sehr zurückhaltend eingesetzt. Der Eingang ist durch die markante Gestaltung sofort erkennbar.

Bei dem Gebäude handelt es sich um eine Stahlbetonkonstruktion mit tragenden Außen- und Innenwänden. Die Stahlbeton-Innenwände und –decken sind größtenteils in Sichtbeton (Klasse 3) belassen. Ergänzt wird dieser durch hochwertige Bodenmaterialien wie Eichen- und Ulmenböden. Desweiteren prägen Ganzglaswände, großformatige Fliesen und Objektteppiche den Eindruck der Innenräume. Die hochwertige Inneneinrichtung ist auch ein Zeichen für die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern und sorgt für hohe Arbeitsplatzqualitäten.

Bildnachweis: a plus architekten, Kirchzarten

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