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Fassaden

Fassadengestaltung mit vorgefertigten Elementen
Eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten für Fassaden eröffnen neben der klassischen Gestaltung als Sichtbetonwand auch vorgerfertigte Fassadenelemente. Ihre Verwendung ist zugleich wirtschaftlich und ermöglicht dennoch ästhetisch ansprechendende Lösungen.
Vorgefertigte Fassaden werden im Allgemeinen mit vorgehängten Platten oder mit Sandwichelementen hergestellt. Bei vorgehängten Platten aus Stahlbeton sind bei üblichen Dicken von 8 bis 12 cm großformatige Elemente mit beliebiger Fugenteilung möglich.
Besonders wirtschaftlich sind vorgefertigte Sandwichelemente mit und ohne Hinterlüftung und einer werksseitig eingebauten Wärmedämmung. Soweit aus Wärme- oder Brandschutzgründen nicht andere Dicken erforderlich sind, besteht das dreischichtige Sandwichwandelement in der Regel aus - 16 cm bis 22 cm Tragschicht,
- 8 cm Wärmedämmung und
- 8 cm bewehrter Vorsatzschicht.
Die Verbindung Vorsatzschicht – Tragschicht erfolgt mit Ankern aus nichtrostendem Stahl. Zur Gestaltung können zusätzlich zu den Elementfugen Scheinfugen vorgesehen werden. Die Vorfertigung ermöglicht heute durch zahlreiche Oberflächenausbildungen und Farbgebungen der Vorsatzschicht eine große Vielfalt bei der Gestaltung der Fassade. Die Oberflächengestaltung erfolgt im wesentlichen durch (Fein-)Waschen, Sandstrahlen, Stocken, Säuern und Profilieren. Die Farbgebung kann durch Pigmentierung der Zementmatrix und durch ausgewählte Zuschläge gezielt gesteuert werden.
Linktipp: Infos über Betonwerkstein-Fassaden finden Sie auf den Fassaden-Seiten von info-b. 

Tragende Lochfassaden
Tragende Lochfassaden werden mit und ohne Vorsatzschicht hergestellt. Während bei der Ausbildung ohne Vorsatzschicht die Wärmedämmung nachträglich eingebaut oder ein Wärmedämmverbundputz aufgebracht werden muss, ist bei einem Sandwichelement mit Vorsatzschicht die Wärmedämmung bereits werksmäßig eingebaut und muss nur noch im Fugenbereich örtlich ergänzt werden.
Die Lochfassaden werden in der Regel eingeschossig bis zu einer Länge von 10 m hergestellt. Die Stoßfugen der Wandelemente werden örtlich mit Mörtel vergossen oder unterstopft. Zur Auflagerung der Deckenplatten wird häufig eine Tasche vorgesehen, um eine Bandkonsole zu vermeiden. Durch den Ortbetonverguss der Auflagertasche kann gleichzeitig der Ringanker hergestellt werden.
In der Regel ist die Fugenteilung bei der Vorsatzschicht wie bei der Tragschicht, wenn nicht eine zusätzliche Fugenteilung zur Aufnahme von Schwind- und Temperaturdehnungen der Vorsatzschicht erforderlich wird. Bei glatten Oberflächen werden Fugenabstände von 5 bis 6 m empfohlen. Bei rauen Oberflächen, wie z. B. bei Waschbeton, sind größere Fugenabstände möglich.

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