Lärmschutzwände
Lärmbelästigungen sind eine ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung. Verkehrslärm hat meist einen hohen Lärmpegel und gehört zu den besonders lästigen Lärmbelastungen. Stresssymptome wie Kreislauf- und Schlafstörungen können u. a. auf Verkehrslärm zurückgeführt werden. Deshalb muss beim Neu- oder Ausbau von Verkehrswegen Lärmerzeugung und -ausbreitung möglichst stark reduziert werden. Wenn alle technischen und planerischen Möglichkeiten der Trassierung, Fahrbahnoptimierung oder Verkehrslenkung ausgeschöpft sind, können Verkehrsgeräusche durch Schallschutzwände oder –wälle vermindert werden.
Der Einsatz von Lärmschutzwänden hindert den Schall daran, sich ungehindert auszubreiten. Erreicht wird dies durch eine Kombination von Schalldämmung, -reflexion und -absorbtion. Bei Lärmschutzwänden aus Beton gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten den Schall zu absorbieren: Zum einen können schallabsorbierende Mineralfaserschichten auf der Straßenseite der Schutzwand angebracht werden. Alternativ werden (mehrschichtige) Betonelemente aus haufwerksporigem Leichtbeton hergestellt, wobei die wirksame Oberfläche meist noch durch starke Profilierungen schallschutztechnisch optimiert wird.
Zahlreiche Unternehmen der Beton- und Fertigteilindustrie bieten heute eine umfangreiche Palette an entsprechend geprüften Elementen und Systemen an.
Um Lärmschutzwälle möglichst gut in die Umgebung einzubinden, spielt die Gestaltung der Betonschutzwände eine zentrale Rolle. Dies kann durch eingefasste und/oder strukturierte Betonoberflächen sowie durch angepasste Formgebung der Elemente erreicht werden. Aber auch der Bepflanzung ist große Bedeutung beizumessen. Durch beidseitige Bepflanzung der Lärmschutzwand ist die beste Einpassung in die Umgebung zu erreichen. Wenn der Platz für Baum- und Strauchbepflanzung fehlt, sollten in jedem Fall Rankgewächse vorgesehen werden. Auch schallschutztechnisch wirkt die Bepflanzung durch die Absorptions- und die Streuwirkung mit.

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