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Feste Fahrbahn
Der schienengebundene Hochgeschwindigkeitsverkehr mit Geschwindigkeiten von weit über 200 km/h gewinnt bei der deutschen und europäischen Verkehrsplanung zunehmend an Bedeutung. Die bisherigen Neu- und Ausbaustrecken wurden überwiegend als Querschwellengleise mit Schotteroberbau ausgeführt. Bei Zuggeschwindigkeiten über 200 km/h steigt jedoch die Beanspruchung des Fahrweges. Damit steigen auch der Wartungsaufwand und das Schadens- und Versagensrisiko der Gleisanlage.
Aus diesem Grund wurde die Entwicklung einer wartungsarmen, schotterlosen Bauweise, der sogenannten »Festen Fahrbahn« aus Stahlbeton, in den letzten Jahren verstärkt vorangetrieben.
Die Vorteile der Festen Fahrbahn liegen in der langen Lebensdauer, dem hohen Lastaufnahmevermögen, der Beständigkeit gegen die natürlichen Umgebungseinflüsse (hohe/niedrige Temperaturen), der weitgehenden Wartungsfreiheit und der dauerhaft exakten Gleislage, die mit steigender Geschwindigkeit an Bedeutung gewinnt.
Der Unterbau der Festen Fahrbahn - mit einer hydraulisch gebundenen Tragschicht und einer Frostschutzschicht – ähnelt dem Aufbau einer Betonstraße. Auf diesen Unterbau wird auf einer Tragplatte aus Beton der Gleisrost aus Schienen und Betonschwellen aufgelegt und anschließend durch Einbetonieren monolithisch verankert.
Die Schallabstrahlung der Festen Fahrbahn wird z. B. durch Einlage von Schallschluckelementen aus hohlraumreichen Beton soweit verringert, dass sie mit der eines Schotterbaus vergleichbar ist.
Einige Bauweisen der Festen Fahrbahn werden bereits seit über 20 Jahren eingesetzt. Als erster größerer Gesamtstreckenabschnitt wurde die ICE-Neubaustrecke Köln -/Frankfurt/M. mit einer festen Fahrbahn aus Beton gebaut. Die Lebensdauer einer Festen Fahrbahn wird mit mindestens 60 Jahren veranschlagt.

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