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Brücken
Brücken verbinden heute nicht mehr nur die beiden Ufer eines Flusses. Sie ermöglichen kreuzungsfreien Verkehrsfluß und überführen Verkehrstrassen über schützenswerte Landschaften, ohne die Natur nachhaltig zu beeinträchtigen.
Im modernen Brückenbau ist Beton als wichtiger Baustoff nicht wegzudenken; die meisten der derzeit bestehenden Brücken Deutschlands sind aus Beton hergestellt.
Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Gewölbebrücken aus unbewehrten Stampfbeton. Die Erkenntnis, dass durch die Einlage von Bewehrungseisen die Biegetragfähigkeit von Betontragwerken wesentlich verbessert werden kann, gestattete die Errichtung von Balkenbrücken mit zunächst geringer Spannweite. Die Erfindung des Plattenbalkenquerschnitts ermöglichte die noch bessere Ausnutzung des Werkstoffs Beton auf Druck in Verbindung mit dem Werkstoff Stahl auf Zug und führte zu immer schlankeren Konstruktionen mit sehr geringem Materialverbrauch. Die Formbarkeit des Betons erlaubt dabei eine nahezu beliebige Anpassung der Querschnittsabmessungen an die örtlich wirkenden Beanspruchungen.
Die Brücke Berching über den Rhein-Main-Donau-Kanal mit einer Spannweite von 105 m zeigt, welche technischen und architektonischen Möglichkeiten die Massivbauweise auch im Brückenbau bietet.
Ein weiterer Meilenstein im Brückenbau war die Erfindung des Spannbetons. Die Vorspannung der eingelegten Bewehrung im Beton erlaubt nicht nur eine weitere Reduktion der Querschnittsabmessungen und damit der Eigengewichtsanteile, sondern war vor allem für die Entwicklung neuartiger Bauverfahren im Brückenbau von entscheidender Bedeutung. Die maßgeblichen Erfindungen betreffen den Freivorbau (Finsterwalder) sowie das Taktschiebeverfahren (Leonhardt). Beide Verfahren erlauben es, Brückenbauwerke mit großer Spannweite herzustellen, ohne dass es einer entsprechenden Unterstützung (Rüstung) im Bauzustand bedarf. Damit ist eine deutliche Reduzierung der Baukosten möglich.
Neueste Entwicklungen des Massivbrückenbaus betreffen die Segmentbauweise in Verbindung mit dem sogenannten "Match-a-Cast-Verfahren", welche die Ausnutzung der Vorteile einer stationären Fertigung einzelner Brückensegmente bei gleichzeitig extrem hohen technischen und ästhetischen Ansprüchen gestattet. Um die Dauerhaftigkeit der Konstruktion weiter zu steigern, kann die Spannbewehrung auch außerhalb des Betonquerschnittes in besonderen Hüllrohren angeordnet werden. Bei einer derartigen externen Vorspannung ist eine Kontrolle der Spannkraft und ein Austausch der Spannglieder jederzeit möglich. 
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