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Betonschutzwände an Verkehrswegen
Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, kommen seit den 60er Jahren so genannte "passive Schutzeinrichtungen" zum Einsatz. Sie sollen von der Fahrbahn abgekommene Fahrzeuge auffangen, aufhalten, abweisen oder umlenken und dabei die Fahrzeuginsassen und andere Verkehrsteilnehmer vor Verletzungen schützen. Grundsätzlich gilt: Je kompakter und steifer eine Schutzwand ausgebildet ist, um so stärker schützt sie das Dahinterliegende. Passive Schutzeinrichtungen aus Beton, so genannte "Betonschutzwände" oder "Gleitschutzwände", zeichnen sich durch eine besonders hohe Durchbruchssicherheit aus. So kann mit der Betonschutzwand der Gegenverkehr von außer Kontrolle geratenen Schwerfahrzeugen, z.B. LKW, sicher geschützt werden.
Betonschutzwände (Gleitschutzwände) haben ihren Namen von der geleisteten Schutzfunktion: das anfahrende Fahrzeug, egal, ob es sich um einen PKW oder um einen vollbeladenen LKW handelt, wird bei den auf Autobahnen üblichen Anfahrwinkeln von der Betonschutzwand aufgehalten und „gleitet“ an der Betonwand entlang in den fließenden Verkehr zurück. Das Profil der Betonschutzwand wurde in Versuchen entwickelt und sorgt dafür, dass meist nur sehr geringe Schäden am Fahrzeug auftreten und das Fahrzeug sicher weitergesteuert werden kann. Oft sind die Schäden am Fahrzeug so gering, dass der Fahrer seinen Weg ohne fremde Hilfe sicher fortsetzen kann. Die Betonschutzwand selbst nimmt solche Ereignisse klaglos hin: Sie bekommt möglicherweise ein paar Anfahrspuren, braucht aber keine teure und stauträchtige Instandsetzung und hält weiter unbeeindruckt die Stellung! Betonschutzwände können mit einem »Gleitschalungsfertiger« in Ortbeton hergestellt oder aus einzelnen Fertigteilen zusammengesetzt werden.

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