22.09.2016

Die besten Einfamilienhäuser 2016

Das Objekt „Bergbau“ von savioz fabrizzi architectes aus der Schweiz erhielt eine der fünf Anerkennungen.

Wettbewerb entschieden

Zum sechsten Mal lobte der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architektur Museum und der Unterstützung des InformationsZentrum Beton sowie Hofquartier den Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ aus. Die überzeugend besetzte Jury erkor im Februar 2016 aus 202 Einreichungen 50 Projekte und benannte aus diesen einen Preisträger, zwei Auszeichnungen und fünf Anerkennungen. Dabei wurde Wert auf Nachhaltigkeit, innovativen Einsatz von Materialien, kreativen Umgang mit der baulichen Situation und auf konsequente Ausführung gelegt. Das Buch zum Wettbewerb präsentiert diese 50 besten Häuser – mit zahlreichen Fotos, Lage- und Architektenplänen und aussagekräftigen Projektbeschreibungen aus der Feder von Wolfgang Bachmann, Publizist und ehemaliger Herausgeber des Architektur-Magazins Baumeister. Und der in Aschau schaffende Designer Nils Holger Moormann steuert die Einleitung bei.

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis gewann Guntram Jankowski von werk A Architektur aus Berlin für das Projekt Neue Deutsche Welle in Olching; Die Jury war begeistert vom disziplinierten Umgang mit den preiswertesten Materialien (Wellblech, Estrich, Holztafeln), der das Ziel der Sparsamen adelt: Ein Musterbeispiel der Einfachheit für das kleine Budget. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist perfekt. Die Flächen werden optimal genutzt und intelligent differenziert, so dass die 145 Quadratmeter für bis zu sechs Personen genügend Platz bieten. Natur- und Recyclingbaustoffe, wie Holz und Zellulosedämmungen, sorgen schon während des Baus für einen sehr effizienten Energieverbrauch. Als „KfW Effizienzhaus 55“ leistet es einen verantwortungsvollen Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Der Bautypus ist tradiert, jedoch schafft die Verwendung eines einheitlichen Materials für die gesamte Gebäudehülle (Dach und Wand) sowie die raffinierte Gliederung der Fassade durch Vertikalfenster eine erfreulich gute Integration des Wohnhauses in die Umgebung. Gerade in den stetig wachsenden, urbanen Ballungsgebieten bedarf es Wohnlösungen, die sowohl wirtschaftlich als auch platzsparend umgesetzt werden können. Die „Kleine Welle“ erfüllt die Erwartungen an ein modernes Stadthaus und zeigte in beispielhafter Weise der Jury ein Modell für zukünftiges Bauen.

Sieger des Wettbewerbs: Guntram Jankowski aus Berlin mit seinem Projekt „Neue Deutsche Welle“.
Eine Anerkennung ging an peter haimerl. Architektur aus München für die "Liebe zur Geometrie".
Ebenfalls eine Anerkennung erhielt das Objekt "Verwandlungskunst" von Davide Macullo architects aus der Schweiz.

Auszeichnungen gingen an:

  • Thomas Kröger Architekten, Berlin, für das Haus „Landluft“ in Gerswalde
  • Markus Schietsch Architekten, Zürich, für das Haus „Über den Wiesen“ in Ipsach

Anerkennungen gingen an:

  • bächlemeid architekten stadtplaner, Konstanz, für das Haus Charakterrolle in Konstanz
  • Davide Macullo architects, Lugano (CH) für das Haus Verwandlungskunst in Preonzo
  • peter haimerl. Architektur, München, für sein Objekt Die Liebe zur Geometrie in München-Alt-Riem
  • savioz fabrizzi architects, Sion (CH) für das Haus Bergbau in Val d‘Hérens
  • archinauten / dworschak + mühlbachler architekten zt gmbh, Linz (A), für ein „Artefakt“ in Linz-St. Magdalena

Diese acht Arbeiten präsentiert das Deutsche Architekturmuseum (Frankfurt am Main) vom 21. September bis 20. November 2016 in einer Ausstellung.

Weitere Infos unter www.haeuser-des-jahres.com.
Partner des Wettbewerbs sind das Deutsche Architekturmuseum, das InformationsZentrum Beton, Hofquartier, der Baumeister, der Focus sowie der Callwey Verlag.

Die Autoren

Nils Holger Moormann kam als Quereinsteiger in die Möbelbranche. Aus dem unkonventionellen Ein-Mann-Unternehmen entwickelte sich eine Firma, die nun ein Team von 20 Mitarbeitern beschäftigt. Die mehrfach ausgezeichneten Möbelkollektionen werden ständig um neue Möbel und Produktlinien erweitert. Die Prinzipien von Moormann sind Einfachheit, Intelligenz und Innovation.

Wolfgang Bachmann war über viele Jahre hinweg Chefredakteur der Zeitschrift Baumeister. Heute arbeitet er als Buchautor und Kolumnist und gilt als einer der wichtigsten Architekturkritiker Deutschlands. Er ist bereits zum sechsten Mal in Folge Autor von "Häuser des Jahres".

Die Jury

Vorsitz: Peter Cachola Schmal (Direktor des DAM); Dr.-Ing. Wolfgang Bachmann (Publizist); Bernardo Bader (Architekt und Preisträger des Jahres 2015); Nils Holger Moormann (Designer); Ulrich Nolting (Informations-Zentrum Beton); Meinhard von Gerkan (Architekt, Büro gmp).

Nils Holger Moormann / Wolfgang Bachmann
Häuser des Jahres
Die besten Einfamilienhäuser 2016
2016. 272 Seiten, 466 farbige Abbildungen und Pläne
23 x 29,7 cm, gebunden mit Schutzumschlag
€ [D] 59,95; € [A] 61,70; sFr. 79,00
ISBN 978-3-7667-2249-2

Homepage zum Wettbewerb: www.haeuser-des-jahres.com

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