Beton auf der BAU 2017

Innovation und Gestaltung



Auf über 1.000 Quadratmetern zeigte das InformationsZentrum Beton gemeinsam mit 14 Partnerunternehmen die ganze Vielfalt des Baustoffs Beton. Insbesondere die aktuellen Entwicklungen rund um die Themen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Gestaltung und Innovation standen im Blickpunkt.

3D-Druck mit Beton

Das Centrum Baustoffe und Materialprüfung und der Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion der Technischen Universität München forschen gemeinsam an drei unterschiedlichen Verfahrensvarianten des 3D-Drucks mit Beton. Beim Extrusionsverfahren werden Zement, Gesteinskörnung und Wasser vorab gemischt und anschließend einzelne Schichten durch Ablegen von Frischbetonsträngen gedruckt. Beim Verfahren des selektiven Bindens werden die Komponenten erst beim Druckvorgang gemischt.



Hierbei unterscheidet man zwischen zwei Varianten: In der ersten Variante wird fließfähige Zementsuspension in einzelne Schichten aus Gesteinskörnung eingebracht, bei der zweiten Variante ist es lediglich Wasser, evtl. unter Beigabe von Additiven, das auf Schichten aus Gesteinskörnung und Zement aufgebracht wird.

Schallschutz
3-D-Druck
Skulpturen
Wein

Zukunftstechnologien mit Beton

Die Forschungsgruppe „BAU KUNST ERFINDEN“, die am Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung der Universität Kassel angesiedelt ist, entwickelt Visionen für neue Märkte. Mit TouchCrete zum Beispiel öffnen sich Perspektiven für die Entwicklung einer berührungssensitiven Betonoberfläche, die eine Implementierung von Schaltungen im Beton und die Ausbildung ganzer Wandflächen nach dem Touchscreen-Prinzip ermöglicht. Auf dem Messestand wurde das klassische Videospiel „Pong“ über solch ein Steuerungsmodul aus Beton spielbar. Des Weiteren wurde ein transparentes Schallschutzsystem vorgestellt, dessen Grundgerüst aus Betonwaben besteht. Die Waben haben eine offenporige, poröse Oberfläche aus ultrahochfestem Beton. Darin angebracht sind die transparenten Resonanzabsorber aus Plexiglas.



Planungsatlas für den Hochbau

In Zusammenarbeit mit der TU Dortmund und in Kooperation mit Nemetschek bietet das InformationsZentrum Beton unter planungsatlas-hochbau.de Planungshilfen zu den Themen Wärmeschutz, Ökobilanzierung und Zertifizierung, um Architekten und Ingenieure in der Planungsphase zu unterstützen. Im Januar wurde das Update 2016 im Modul Wärmeschutz veröffentlicht, welches  das Herzstück der Anwendung bildet. Der Wärmebrücken- und Konstruktionsatlas enthält nun die die neue Konstruktionsart „großformatige, vorgehängte Stahlbetonfassaden“. Gleichzeitig wurden neue Details hinzugefügt, sodass nun 1000 Konstruktionen mit ca. 12,5 Millionen Variationen zur Verfügung stehen. Auch die Usability zeigt sich verbessert. Das Tool erlaubt nun beim Berechnen von Wärmebrücken, das Hinzufügen  eigener PSI-Werte und ermöglicht es jetzt, Konstruktionen zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt  wieder zu bearbeiten. 

Bauteilaktivierung
Dränbeton
Planungsatlas
Touchcrete

Betonkernaktivierung – Integriertes Klimakonzept 

Ein wichtiges Thema auf der BAU im Kontext des nachhaltigen Bauens war die Betonkernaktivierung. Energieeffizienz ist eines der zentralen Planungskriterien im Hochbau. Da Beton ein hervorragendes Wärmespeichervermögen besitzt, eignet er sich sehr gut als Speicher-, Puffer- und Transportmedium für Wärme. Aus diesem Grund setzen Planer und Architekten  bei Konzepten zur energieeffizienten Klimatisierung und Beheizung von Gebäuden vermehrt auf die Bauteil- bzw. Betonkernaktivierung. Systeme also, welche Decke und Wand zur Temperaturregulierung nutzen.



Sichtbeton – Gestaltungsvielfalt für Innen und Außen

Sichtbeton ist längst im Gestaltungsalltag der Baukultur angekommen. Er ist mehr als nur Beton, der zu sehen ist. Sichtbeton verleiht Gebäuden und Innen-räumen Struktur, Gestalt und Oberfläche. Genau dies konnten Besucher auf der BAU anhand zahlreicher Exponate und Musterwände hautnah erleben. Dabei ging es auch um die Frage: „Was macht Beton zu Sichtbeton?“ 

Sichtbeton ist keinesfalls auf einen Grauton festgelegt. Durch die Zugabe von Pigmenten lassen sich farbiger Beton und auch Grautöne mit vielfältigen Varianten realisieren. Nicht zuletzt ergeben sich auch durch die nachträgliche Bearbeitung der fertigen Betonoberfläche zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Sichtbeton
Messepartner

Unsere Messepartner

Pressearbeit

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

InformationsZentrum Beton GmbH

Holger Kotzan
Telefon: 0211 28048-306

Ansprechpartner

Social Stream

Youtube

Folgen Sie uns auf:

Twitter Facebook YouTube
Logo - Beton.org

Diese Internetseiten sind ein Service
der deutschen Zement- und Betonindustrie

  • E-Mail
  • Facebook
  • RSS
  • Twitter
  • YouTube